Chinesische Medizin (TCM)

Traditielle Medizin aus Ost und West sind uraltes Wissen und vielfältige Methoden.
 Sie haben alle das gleiche Ziel: 
Sie bringen Ihren Körper in Balance und aktivieren Ihre Selbstheilungskräfte.
Die Traditionelle Chinesische Medizin basiert auf einem energetischen Menschenbild. Dies macht sie in unserer heutigen Zeit so wertvoll, denn sie eröffnet uns einen anderen Blickwinkel und einen anderen therapeutischen Ansatz als unsere westliche Schulmedizin.
Erkrankungen werden definiert als ein „Disharmoniemuster“, oder anders ausgedrückt, als eine Dysbalance der Energien. Im Krankheitsfall ist entweder zu wenig ordnende Energie vorhanden, oder pathogene Faktoren stören den gleichmäßigen Fluss der Lebensenergie „Qi“ in negativer Weise, oder die polaren Kräfte „yin“ und „yang“ befinden sich im Ungleichgewicht, oder es liegt eine Kombination dieser Störungen vor.
Für eine Diagnose gemäß TCM benötigt man u.a. auch die Zungen- und Pulsdiagnostik.
Es gibt 5 therapeutische Säulen der TCM:
Akupunktur – Kräuterheilkunde – Qigong – Ernährungslehre – Tuina
Zur Akupunktur werden auch Akupressur, Moxibustion (Erwärmen der Akupunkturpunkte durch Abbrennen von getrocknetem Beifuß) und Schröpfbehandlung gerechnet. Hinter dem Begriff Qigong verbergen sich vielfältigste gesundheitsfördernde Übungen. Tuina ist eine Art manuelle Therapie unter Berücksichtigung der Akupunkturpunkte und Leitbahnen.
Ziel aller therapeutischen Bemühungen ist es, „yin“ und „yang“ ins Gleichgewicht zu bringen, die Energien insgesamt zu mehren und wieder eine sanfte gleichmäßige Energie-Zirkulation im gesamten Körper herzustellen.
Zum Weiterlesen:
Williams, T., Chinesische Medizin. Das praktische Handbuch. Mosaik-Verlag, 1998


Akupunktur

Die Akupunktur ist inzwischen auch in der westlichen Medizin anerkannt.
Seit Tausenden von Jahren benutzen chinesische Ärzte diese Technik um Einfluss auf den menschlichen Körper zu nehmen und das verlorene Gleichgewicht im System wieder herzustellen. Dabei nützen sie ihre Kenntnisse über die Meridiane, die Energieleitbahnen in denen die Lebensenergie ungehindert fließt und das Gleichgewicht der passiven und aktiven Kräfte (Yin und Yang) immer wieder in Ordnung bringt.
Vor jeder Behandlung steht eine eingehende Anamnese und Diagnosestellung. Diese erfolgt sowohl nach den Kriterien der Schulmedizin als auch nach den Leitlinien der TCM einschließlich Puls- und Zungendiagnostik.
Je nach Diagnose werde ich eine zusätzliche Behandlung empfehlen,z.B. Schröpfen/Schröpfmassage, Moxibustion oder Anwendung von Heilkräutern.
Zum Weiterlesen:
Akupunktur und chinesische Heilkunst. Patientenbroschüre der Deutschen Ärztegeschellschaft für Akupunktur. www.daegfa.de


WAA Wrist-Ankle Acupuncture

Die Wrist-Ankle-Akupunktur (WAA = Handgelenk-Knöchel-Akupunktur) ist ein neu entwickelter Zweig der Akupunktur. Prof. Xinshu Zhang entwickelte sie ab 1965 am Changhai Hospital in Shanghai.
Die WAA ist eine Technik, bei der die Nadeln schmerzfrei subkutan (=unter die Haut) am Unterarm (proximal des Handgelenks) und / oder am Bein (über dem Knöchel) platziert werden.
Sie ist hocheffektiv und wird vielfältig eingesetzt, da sie verschiedene Punkte der klassischen Akupunktur ersetzen kann und sich mit allen anderen Heilverfahren kombinieren lässt.
Sie ist hocheffektiv und wird vielfältig eingesetzt, da sie verschiedene Punkte der klassischen Akupunktur ersetzen kann und sich mit allen anderen Heilverfahren kombinieren lässt. 
Meine Patienten sind von der unmittelbaren Wirkung überaus begeistert. Anstatt wie üblich 10 Akupunkturbehandlungen braucht man durch die Anwendung der „embedded technique“ meist nur 3 oder 4 Termine. Gerade akute Schmerzzustände ohne dringliche Operationsindikation sind hervorragende Anwendungsgebiete. 


Gua Sha Fa (Schabemethode)

Gua Sha ist eine volksheilkundliche Behandlung. Gua Sha besteht aus wiederholtem Schaben auf eingeölter Haut mit einer abgerundeten Kante. Üblicherweise wird ein chinesischer Porzellansuppenlöffel, abgerundete Tierhörner oder Jade verwendet. Die abgerundete Kante wird auf die eingeölte Haut gedrückt und entlang der Muskeln oder der Meridiane in ca. 10 bis 15 cm langen Zügen bewegt. Dieses Verfahren verursacht eine verstärkte Durchblutung (Sha) in der Haut, wobei auch Petechien entstehen können. Es dauert normalerweise 2 bis 4 Tage, bis diese wieder verschwinden. Je stärker die „Blutstase“ (im Sinne der chinesischen Medizin) ist, desto stärker verfärbt sich die Haut. Typischerweise verspüren Patienten sofort eine Erleichterung und Veränderung. Wichtig ist, dass nach der Behandlung genug Wasser getrunken wird.

Im klassischen chinesischen Gebrauch wird Gua Sha meist angewendet bei:

  • Erkältung
  • Fieber
  • Husten und Atemnot: Bronchitis, Asthma
  • Hitzeerschöpfung
  • Muskel-, Bänderverletzungen und Steifheit
  • Kreislaufschwäche
  • Schmerzen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Fibromyalgie
  • Frauenleiden
  • Urologischen Problemen
  • Verdauungsproblemen